Grindelwald Trail Days

1 Haus

1 Crew

1 Trailparadies

Das sind die Grindelwald TRAIL DAYS!

Grindelwald Trail Days

Es wimmelt von Touris als wir das Bahnhofsperron in Grindelwald am Freitag Abend betreten. Auftakt für 3 Tage in einer der beliebtesten Sightseeing-Alpenmetropolen. Zum Glück haben wir nicht viel Gepäck, Trailrunningschuhe, Shorts und T-Shirt passen easy in einer Transportrucksack. Die Wetterprognose ist vielversprechend, lange Hosen und Primaloft können zuhause im Schrank bleiben.

Für 10 Personen braucht es einige Grundnahrungsmittel, wir stürmen daher noch schnell den naheliegenden Coop und plündern Bier und Chips, Pasta und Tomatensauce. Der Rest der Crew ist bereits in unserem ruhigen Feriendomizil angekommen, einem typischen Grindelwalder Holzhaus mit unverbautem Eigerblick.

Zuchetti – grün, gelb und Auberginen, frisch aus dem Garten geerntet, wir bereiten einen fetten Topf Ratatouille für die hungrige Meute zu. Morgen stehen immerhin 1700Hm uphill auf dm Programm. Direkt von der Wohnung geht es los, über die wurzelige Trychelegg, den Bonera Trail und den Eiger Trail zum Eigergletscher hinauf. Ein super Auftakt, den wir zwar im Jahr zuvor schon mal unter die Füsse genommen haben, aber unter der monströsen Felswand des Eiger zu rennen, hat schon was und kann man ruhig mehrmals machen.

Am zweiten Tag schweben wir mühelos mit der Firstbahn zur Station First hinauf. Den Trubel schnell hinter uns lassend, steuern wir zum Schwarzhorn, das seinem Namen alle Ehre macht. Eine dicke Quellwolke spendet Schatten für den steilen Aufstieg, dafür fällt der Gipfelstopp äusserst kurz aus. Es ist unangenehm kalt, wir bevorzugen unsere längere Rast an einem sonnigeren Plätzchen vorzuziehen. Im Tal hinter dem Schwarzhorn läuft es flowig an stillen Bergseen entlang. Allerdings merken wir bereits den kräftezehrenden Aufstieg vom Schwarzhorn und den Tag von gestern in den Beinen. Der Flow zieht sich in die Länge, bis zum Faulhorn geht es mehrmals noch hoch und runter.

Umso grösser die Freude endlich am Faulhorn zu stehen, die Höhenmeter sind geschafft, wir gönnen uns eine wohlverdiente Pause auf der Sonnenterrasse ohne Sonne, dafür mit Bise. Ganz so hollt ist uns das Wetter heute nicht wie angekündigt, zum Traillaufen zwar ideal, aber nicht zum pausieren und geniessen.

Mit ausgekühlten Knochen und Muskeln dauert es gute 10 Minuten, bis der Flow nach der langen Rast wieder aufkommt. Es folgt der schönste Trailrunning-Teil: bis zur Schynigen Platte, wo wir in die Bahn steigen und gut 24km absolviert haben werden, reiht sich Flowtrail an Flowtrail durch helles Karstgelände, das als schöner Kontrast zum dunklen Schwarzhorn das Auge verwöhnt. Manch einer von uns hat zu kämpfen, doch die Gruppe haucht jedem noch so müden Körper wieder Elan ein. Besonders herzzerreissend Marc’s Freudenschrei, als er über die „Zielgerade“ zur, zu dieser Zeit gut besuchten, Bahnstation der Schynigen Platte einläuft. Die Menschenmasse jubelt und applaudiert spontan, wie bei einem richtigen Finish! Grandios und an dieser Stelle nochmals herzliche Gratulation Marc zu deinem Comeback!

Dieses Crewphänomen bei den trail-maniacs ist schon noch speziell schön und ich denke man darf sich wohl zurecht damit brüsten, dass der Verein genau auf dieses Werten aufbaut: Zusammenhalt, Gemeinschaft und Vertrauen. Nehmen wir unser Ferienhaus als Beispiel, es läuft einfach ohne grosser Worte. Jeder steuert bei, was er kann, wo seine Fähigkeiten liegen. Ob das nun beim Kochen und Grillieren liegt (Danke Christof und Fanny), beim Unterhalten und Routen planen (Danke Hari), beim Gemüse schneiden (Danke Johannes), beim Orgnisieren (Danke Eric), oder was auch immer. Es läuft. Unkompliziert und wie von selbst.

Weniger wie von selbst laufen unsere Beine am Montag, dem letzten Tag der Grindelwald Trail Days. Mit kräftig Höhenmetern in den Füssen raffen wir uns noch einmal auf, das Grindelwalder Panorama von der Männlichen Seite aus zu erleben. Wir tuckern also mit der Bahn nach Wengen und hiken über den Gamstrail zum Männlichen hinauf, bevor wir entspannt über den breiten Panoramaweg zur kleinen Scheidegg und zum erfrischenden Bier ausrollen. Liegestühle empfangen uns beim Restaurant Eiger Nordwand, perfekt. Wenn auch der volkstümliche Sound anfangs etwas gewöhnungsbedürftig und nach drei alkoholfreien Möhl nicht sonderlich besser, geniessen wir hier zusammen den Abschluss der Trailtage.

In der Ferienunterkunft steht noch Putzen auf dem Programm und Resteverwertung, doch das schieben wir nach hinten raus. Stress gibt es woanders, hier in der Grindelwalder Bergwelt ist jetzt relaxen angesagt.

Danke für euer Mitwirken, Danke für euer Kommen! Es grüssen euch herzlichst Eric und Patricia